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Die Geraer Bündnisgrünen unterstützen Oberbürgermeister Dr. Vornehm bei seinen Plänen, in einem Hofwiesenpark mit freiem Zugang ein Freibad zu errichten. In einer Stadt mit einem hohen Anteil an Hartz-IV-Empfängern auf der einen und vielen Rentnern auf der anderen Seite sei es sozial nicht zu verantworten, für den einzigen Großpark, auf den die Stadt so lange warten musste, Eintritt zu verlangen. Zudem würde alleine die entsprechende Verwaltung wieder einen großen Teil der Eintrittsgelder verschlingen, so dass der Eintrittspreis sich in einem sehr deutlich spürbaren Bereich bewegen würde. Dazu Grünen-Sprecher Eugen Weber: „Wir Grünen haben damals dazu beigetragen, die Kastanien an der Elster – übrigens gegen den Widerstand des Buga-Fördervereins - gemeinsam mit vielen Bürgern der Stadt zu retten. Das haben wir nicht getan, damit die tausenden von Menschen, die demonstriert oder für den Erhalt der Bäume unterschrieben haben, diese nur noch gegen Eintritt sehen dürfen. Wir Grünen wollen keine Mini-Buga, die von einer Reisegruppe aus dem Ruhrgebiet besucht wird, wir wollen einen Stadtpark für die Bürger Geras ohne Ansehen derer sozialer Stellung.“ Die Bündnisgrünen unterstützen zudem ausdrücklich das zügige Errichten eines Freibads. Es sei nicht mehr länger zu ertragen, dass eine Stadt mit nahezu 100.000 Einwohnern ihren Bürgern kein Freibad bietet. Nicht jeder könne im Sommer nach Weida oder Bad Köstritz ausweichen. Ein Freibad in der Stadt würde bedeuten, dass die Kinder und Jugendlichen im Sommer gut aufgehoben seien. In Einem, so Weber und Co-Sprecher Peter Kindermann, sei man sich mit dem Vorsitzenden des Buga-Fördervereins, Peter Granderath, völlig einig: „Folgt man den Plänen des Fördervereins, dann wird Gera tatsächlich bundesweit bekannt werden, allerdings als Lachnummer: Wir sind dann die einzige Großstadt Deutschlands ohne Freibad, die ihren einzigen Stadtpark zwar bundesweit anpreist, die sozial schwachen Bürger aber aussperrt. Vielleicht liegt der tatsächliche Grund für das erregte Engagement gegen ein Freibad ja woanders: Die Besitzer der Villen der Küchengartenallee, unter ihnen der Buga-Fördervereinsvorsitzende, erhielten umsonst einen millionenteuren Park direkt vor die Haustür geliefert. Nicht jeder empfindet ein Freibad mit lärmenden Kindern in unmittelbarer Nachbarschaft als weiteres willkommenes Geschenk.“