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Pressemitteilung vom 16.07.2007

Geraer Grüne: Geraer sparen bei Wechsel zu Ökostromanbieter

Die Geraer Grünen halten die Kritik des CDU-Kreisvorsitzenden Hein an der Strom-wechselkampagne des Bundesvorsitzenden der Grünen Partei, Reinhard Bütikofer, für nicht gerechtfertigt. Durch die Aktion wurden die Bürger unserer Stadt aufgeklärt, dass sie bei einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter nicht nur umweltbewusst handeln, sondern auch noch sparen können. Auch die unangemessen scharfen Wor-te Heins ändern nichts an den Tatsachen: Der Kunde der Energieversorgung Gera zahlt nach der letzten Strompreiserhöhung bei einem Grundpreis von 7,74 Euro pro Monat 21,90 Cent für die Kilowattstunde Strom. Wählt man beispielsweise Lichtblick als einen der größten Ökostromanbieter, so sind als Grundpreis 7,08 Euro monatlich bei einem Kilowattstundenpreis von 18,98 Cent zu bezahlen. Das bedeutet für eine vierköpfige Familie ein gutes ökologisches Gewissen und über hundert Euro im Jahr mehr im Geldbeutel. Besonders negativ fällt bei dem Angebot der Energieversorgung Gera auf, dass ein hoher Stromverbrauch und damit umweltschädigendes Verhalten durch geringfügig niedrigere Tarife auch noch gefördert wird. Der „Energiemix“ der Energieversorgung Gera bedeutet 16% Strom aus erneuerbaren Energien, 67% Strom aus fossilen Energieträgern (Kohle und Gas) sowie 17% Strom aus Atomkraft. Strom von Lichtblick und anderen Ökostromanbietern wird dagegen zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen. Entgegen der argumentfreien Behauptung Heins ist es also nicht der lokale, sondern sind es die Ökostromanbieter, die nicht nur verbraucherfreundlich und ökologisch ausgewogen sind, sondern für die nun auch noch das Argument der Wirtschaftlichkeit spricht.

Bütikofer hat sich dafür entschieden, gerade in Gera für einen Stromwechsel zu wer-ben, weil ein solcher Wechsel zwar in jeder Gemeinde Thüringens dem Verbraucher Geld spart, dieser aber nirgends so viel sparen kann wie gerade hier.

Die Geraer Grünen unterstützen dieses Anliegen ausdrücklich, so der Kreissprecher Eugen Weber: „Bütikofer hat mit unserer vollen Unterstützung die Verbraucher auf-geklärt, indem er konkrete Zahlen verglich. Anders als offenbar die CDU sind wir Grünen der Meinung, dass jeder Bürger seinen Stromanbieter frei wählen darf. Die Energieversorgung Gera wurde weder diffamiert, noch öffentlich vorgeführt. Als Stromanbieter muss sie sich schlicht dem Wettbewerb stellen. Die Energieversor-gung Gera GmbH produziert keinen Strom, sie kauft ihn ein. Sobald sie, ebenso wie andere lokale Stromanbieter auch, 100prozentigen Strom aus regenerativen Quellen zu fairen Preisen anbietet, werden wir Geraer Grünen die ersten sein, die dafür die Werbetrommel rühren. Der CDU Gera ist zu wünschen, dass sie die berechtigten Bedürfnisse der Verbraucher nicht aus den Augen verliert und dass sie bei ihrer Kritik am politischen Gegner zu einer Sprache findet, die der Auseinandersetzung unter Demokraten angemessen ist.“

Die Geraer Bürger können die Daten sehr gerne vergleichen: Die Angaben der Ener-gieversorgung Gera GmbH finden sich auf deren Homepage unter www.energieversorgung-gera.de, die Daten der Ökostromanbieter auf der Seite www.atomausstieg-selber-machen.de.