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+++ GERAGRÜN +++

Kultur

Gera ist eine Stadt mit vielfältiger Kultur und Kunstangeboten. Diese Vielfalt wollen wir als Bündnis 90/Die Grünen erhalten. Grüne Kulturpolitik sichert den Fortbestand kultureller Leuchttürme, die den überregionalen Blick auf Gera ziehen. Grüne Kulturpolitik entwickelt Vorraussetzungen für freie unabhängige Kulturinitiativen. Grüne Kulturpolitik schafft Grund-lagen für eine breite Bürgerkultur in Vereinen und Institutionen.

1. Überregional ausstrahlende Kulturleuchttürme

gliedern sich in drei Schwerpunkte. Die Theater&Philharmonie Thüringen, die Museen der Stadt und die Musik- und Kunstschule „Heinrich-Schütz“ Gera.

1.1 Theater&Philharmonie Thüringen

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten treten Bündnis 90/Die Grünen für die Sicherung der kommunalen Finanzierungszusagen bis 2012 ein. Damit werden Arbeitsplätze gesichert, die dringend gebraucht werden um die künstlerische Weiterentwicklung des vierten Spartenthea-ters zu gewährleisten. Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich für den Erhalt aller Sparten aus. Puppentheater, Musiktheater, Schauspiel und Ballett sind in ihrer Unterschiedlichkeit ein Garant für ein abwechslungsreiches künstlerisches Angebot der Theater&Philharmonie Thü-ringen. Eine langfristige Sicherung, ohne Verluste in der Qualität und Quantität, kann aus unserer Sicht nur funktionieren, wenn es gelingt, weitere PartnerInnen an der Finanzierung der Theater&Philharmonie Thüringen zu beteiligen. Die Bühne am Park soll sich wieder zu einem Podium entwickeln, auf dem experimentelle Theaterformen der freien Kulturszene, aber auch alternative Mischformen der Künste unter-einander zum Diskurs mit dem Publikum anregen.

1.2 Museen der Stadt Gera

Die Stadt verfügt über vier wichtige Museen. Die Vielfalt der künstlerischen Ausrichtung muss erhalten bleiben. Wir setzen uns für eine tragfähige Museumsstruktur ein. Aus unserer Sicht sollten die Museen in einer zusammengehörigen Struktur verwaltet und künstlerisch geprägt werden. Die derzeitige Kulturpolitik der Stadt zeigt keine Wege zur Entwicklung der Städtischen Museen auf. Ausschreibungen für die Leitung des Stadtmuseums werden be-setzt und wieder rückgängig gemacht, neue Ausschreibungen still und leise eingestampft. Grüne Kulturpolitik macht diesem „Hü“ und „Hott“ ein Ende.

Wir werden dafür eintreten, die wichtige museumspädagogische Stelle in der Gemäldegale-rie wieder zu besetzen. Wir werden uns dafür einsetzen, die Stelle der Leitung aller Museen neu auszuschreiben und damit die Vorrausetzung für langfristig tragende Strukturen der Mu-seumslandschaft zu schaffen. Die Geraer Grünen unterstützen die Gründung eines neuen Museums mit dem besonderen Schwerpunkt „OTTO DIX“.

Allerdings sind bei dem heutigen Kenntnisstand keine Aussagen zu finanziellen Belastungen, künstlerischen Konzepten und langfristig Wirkenden Ausstellungsthemen möglich. Wir treten dafür ein, KünstlerInnen der Stadt und Region im neuen Museum ebenso ein Po-dium zu geben. Neue experimentelle Kunst muss in diesem Haus einen Platz finden, um sich in Korrespondenz mit dem Publikum und anderen Künsten weiterzuentwickeln.

1.3 Musik- und Kunstschule „Heinrich Schütz“

Bündnis 90/Die Grünen werden alles dafür tun, dass die Musik- und Kunstschule in kommu-naler Obhut bleibt. Gerade die engagierte Arbeit der Musik- und Kunstpädagogen lässt sich nicht an kurzen Erfolgen messen, eher ist hier die Langzeitwirkung ein unverzichtbarer Be-standteil städtischer Kulturpolitik. Wer sich mit Musik und Kunst auseinandersetzt, diese selbst erlernt und ausübt wird sich im besten Sinn des Wortes zum „Kulturbürger“ entwickeln. Grüne Kulturpolitik setzt auf die Einmischung und das Engagement der BürgerInnen. Kinder und Jugendliche können so mit allen Sinnen auf ein Leben vorbereitet werden, das nicht nur nach ökonomischen Parametern funktioniert.

2. Kulturvereine, Freie Kunst und Kultur, Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ, Sozio-kultur

Bündnis 90/ Die Grünen werden engagierte Gruppen und Einzelinitiativen unterstützen, in-dem städtische Räume für einen nur symbolischen Preis genutzt werden können.

Grüne Kulturpolitik setzt sich für die Schaffung eines Zentrums für freie Kunst und Kultur ein. Hier ist die Nutzung für langfristig angelegte Projekte ebenso möglich, wie nur kurzfristig um-setzbare. Das Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Dieser Anlass muss genutzt werden, um Gera als medienpädagogischen Standort weiter zu profilieren. Während das Festival an zwei Standorten, in Gera und Erfurt, mittlerweile etab-liert ist, kann sich die Stadt Gera als Stadt der Medienpädagogik noch weiter entwickeln. Wir setzen uns für die Schaffung von zwei medienpädagogischen Stellen ein. Die medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist nicht nur politisch gewollt, sie ist auch eine neue gesellschaftliche Notwendigkeit. Unsere Kinder wachsen mit den neu-en Medien auf. Sie sollen lernen, welche Entfaltungsmöglichkeiten und welche Gefahren der Umgang mit Medien bietet.

Wir Geraer Grüne fördern Vereine und Gruppen, die es den Bürgern der Stadt ermöglichen, ihre vielfältigen kulturellen und künstlerischen Interessen zu verwirklichen. Die Stadt Gera braucht eine breit angelegte Basiskultur.

Das Clubzentrum „Comma“ soll wieder zu einer soziokulturellen Einrichtung entwickelt werden. Die ursprüngliche Aufgabe als soziokulturelles Zentrum hat sich in den letzten Jahren immer mehr hin zur Mainstreamkultur und zu sich wirtschaftlich lohnenden Programmangeboten entwickelt. Die Stadt braucht einen Ort, der Initiativen und Kreativität Jugendlicher und Erwachsener fördert, unterstützt, achtet und stark macht. So wird sich die Wahrnehmung wie-der verstärkt auf das Potential der Stadt und ihrer Einwohner richten.

3. Zirkus

Die Geraer Grünen sind für einen modernen, attraktiven, aber auch publikumswirksamen Zirkus. Das heißt Zirkus Ja, aber ohne Haltung und Dressur von Wildtieren!

Denn die Haltung von Wildtieren in einem Zirkus kann niemals artgerecht sein. Wir wollen diese Empfehlung auf kommunaler Ebene verbindlich umsetzen und den Platzpachtvertrag, den die Stadt Gera mit Zirkusbetrieben abschließt, dahingehend ergänzen.



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