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Eine solide und den Fähigkeiten und Möglichkeiten der Kinder angemessene Bildung ist die Grundlage für ein erfolgreiches und erfülltes Erwerbsleben der kommenden Generation. Wir Grünen kämpfen dafür, dass nicht der soziale Status des Elternhauses früh über die Zukunft der Kinder entscheidet, sondern dass jedes Kind eine optimale Förderung erhält. Wir wissen, dass der Hintergrund mancher Kinder diesen den Start erschwert. Wenn wir nicht auf die Fähigkeiten dieser Kinder verzichten wollen, dann müssen wir investieren. Und das Geld ist sicher bei der Bildung besser angelegt, als wenn man es für die Vollstreckung von Strafen oder für die Resozialisierung von StraftäterInnen auszugeben hat.
Wir fordern den Einsatz von SozialpädagogInnen in jeder Kindertagesstätte und in jedem Hort zur Umsetzung des Bildungsplanes im staatlichen Bereich. Daneben ist eine personelle Aufstockung des psychologischen Dienstes mit PsychologInnen zur Unterstützung von SchülerInnen, LehrerInnen sowie Eltern erforderlich. Alle SchülerInnen sind ohne Ausnahme in Grund- und Regelschulen zu integrieren und dort gezielt zu fördern. Eine individuelle Förde-rung der Kinder unserer Stadt bedeutet aber auch die Einrichtung von Angeboten für Hoch-begabte an zumindest einer Geraer Grundschule, einher gehend mit ausreichender Finan-zierung der dazugehörigen Testdiagnostik und finanzieller Unterstützung, etwa betreffend weiterer Schulwege und Lernmittel.
Ganztagesschulen mit Angeboten des Lernens und Erlebens bis nachmittags helfen dabei, sozial nachteilige Einflüsse zu minimieren und geben Eltern Gelegenheit, ganztags erwerbstätig zu sein. Kindertagesstätten und Schulen sollen Orte des sozialen Miteinanders der Kinder sein, Orte zum Experimentieren, zum Lernen und dazu, Freundschaften zu schließen. Bis zur flächendeckenden Einführung von Ganztagesschulen fordern wir kurzfristig die Öffnung der Regelschulen und Gymnasien bis 18:00 Uhr mit entsprechenden Angeboten für SchülerInnen. Eine längere Öffnung der Schulen ist ein idealer Anlass dafür, sich auch inhaltlich Vereinen und Vereinigungen sowie der Jugendarbeit gegenüber stärker zu öffnen und Netzwerke der Zusammenarbeit zu bilden.
Geraer Kindergärten und Schulen bieten bereits jetzt ein breites Angebot an unterschiedlichen Konzepten, sei es „Montessori“, Medienschule, Waldorfschule, Kreativitätsgrundschule nebst Kindergarten oder vieles andere mehr. Wir wollen dieses Angebot sichern und möglichst ausbauen. Wir Grüne organisieren beispielsweise seit vielen Jahren die jährliche Informationsveranstaltung „Die beste Schule für mein Kind“, damit Eltern aus dem breiten Angebot an Grundschulkonzepten auswählen können. Wir geben unseren Plan nicht auf, einen solchen Informationsabend auch für weiterführende Schulen anzubieten.
Der Kreisverband Gera der Bündnisgrünen steht zum Ansatz dezentraler Bildungseinrichtungen in unserer Stadt. Viele Schulen bedeuten kurze Wege für die Kinder und damit weniger Gefahren im Straßenverkehr. Außerdem werden unsere Straßen so entlastet, das ist angenehm und umweltfreundlich. Um in den Schulen einen modernen Unterricht zu erfahren, bedarf es auch einer modernen Ausstattung. Das Schulsanierungskonzept der Stadt Gera findet unsere Zustimmung. Schule als Wirtschaftfaktor in der Region kann mehr sein als nur Unterricht für Kinder.
Wir bemerken seit Jahren ein deutliches Desinteresse von LehrerInnen und SchülerInnen an politischem Engagement. Bei der jährlichen Geraer Demonstration gegen Rechtsextremismus sind zwar Vertreter aller demokratischen Parteien und vieler Vereine und sonstiger gesellschaftlicher Verbände anzutreffen, LehrerInnen oder SchülerInnen kann man dagegen kaum finden. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass sich Schulen öffnen für Angebote politischer Bildung für Kinder, Jugendliche, Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen. Kinder müssen lernen, dass Sozialkunde und Geschichte nicht nur aus Büchern auswendig gelernt werden kann, sondern dass sie dazu berufen sind, durch ihr Engagement ihre Umwelt politisch und gesellschaftlich mitzugestalten. Dabei sind Konzepte gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu entwickeln durch Stärkung der Zusammenarbeit mit geeigneten Ansprechpartnern wie „Mobit“, „Auf and halt“, Vereinen der Jugendarbeit oder der Kommune.
Bildung ist mit dem Schulabschluss nicht erledigt. Lebenslanges Lernen für alle ist Grundlage für ein erfolgreiches Erwerbsleben. Für Gera heißt das, den Zugang zur Erwachsenenbildung verstärkt auch für sozial Schwache zu ermöglichen. Konkret unterstützen wir eine deutlich spürbare soziale Staffelung der Tarife, etwa bei der Volkshochschule oder der Bibliothek.
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